Waffentransport nach Irland
Wir befördern Waffen nach Irland, sobald die Genehmigungen vorliegen. Der irische Teil hängt an einer einzigen Person: dem Superintendenten der zuständigen Garda-Dienststelle.
Ablauf
So läuft es – in dieser Reihenfolge
In Irland entscheidet nicht eine Zentralbehörde, sondern der Superintendent des Bezirks – und zwar über beides: die Berechtigung und die Einfuhr.
Der Empfänger fängt an, nicht der Versender.
- Der Empfänger weist sein Firearms Certificate nach – ausgestellt vom Superintendenten der An Garda Síochána. Es gilt drei Jahre und kostet 80 €, unabhängig von der Art der Waffe.
- Für die Einfuhr aus der EU kommt die Article 7-Genehmigung hinzu – bei Waffen der Kategorie B ist dieses Dokument erforderlich; es wird ebenfalls vom Superintendenten ausgestellt.
- Der Versender beantragt die deutsche Verbringungserlaubnis – sie wird nach § 29 Abs. 2 WaffG nur erteilt, wenn die irische Zustimmung vorliegt.
- Wir prüfen die Unterlagen, holen ab und stellen zu.
Das ist keine Auslegungsfrage. § 29 Abs. 2 WaffG: Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn „der andere Mitgliedstaat das Verbringen erlaubt hat oder der Antragsteller glaubhaft gemacht hat, dass nach dem Recht des anderen Mitgliedstaates keine solche Erlaubnis erforderlich ist.“
Fragen Sie ausdrücklich nach der Article-7-Genehmigung. Das Firearms Certificate allein berechtigt zum Besitz – für die Einfuhr aus einem EU-Staat ist bei Kategorie-B-Waffen das zusätzliche Dokument nötig. Beides kommt von derselben Stelle, aber es sind zwei Papiere.
Ob Sie privat oder gewerblich versenden, spielt für diesen Ablauf keine Rolle – die Verbringungserlaubnis brauchen beide.
Einstufung
Die zwei irischen Papiere
Bei Sendungen nach Irland geht am häufigsten schief, dass nur eines der beiden Dokumente vorliegt:
| Dokument | Wofür es gilt |
|---|---|
| Firearms Certificate | Berechtigung zum Besitz und zur Nutzung. Ausgestellt vom Superintendenten, gültig drei Jahre, Gebühr 80 €. |
| Article 7 | Genehmigung für die Einfuhr aus einem EU-Mitgliedstaat bei Waffen der Kategorie B. Ohne sie geht die Sendung nicht. |
Zuständig ist der Superintendent des Bezirks. Maßgeblich ist der Bezirk, in dem die Waffe verwendet werden soll. Nennen Sie uns die vollständige Anschrift des Empfängers.
Nicht in Irland Ansässige brauchen Vorlauf. Für sie empfiehlt die Garda, den Antrag mindestens sechs Wochen im Voraus zu stellen. Wer knapper plant, bekommt keine Zusage über die rechtzeitige Bearbeitung.
Zeitplanung
Womit Sie rechnen müssen
Der irische Teil hängt an der Bearbeitung durch die Garda-Dienststelle. Für Nicht-Ansässige nennt die Garda selbst einen Vorlauf von mindestens sechs Wochen – das ist ein Anhaltspunkt, keine Zusage.
Planen Sie den Versand erst, wenn beide Dokumente vorliegen – Certificate und Article 7.
Achten Sie auf die Restlaufzeit des Certificate. Es gilt drei Jahre; läuft es während des Transports ab, ist die Zustellung gefährdet.
Zustellung
Wohin wir zustellen
Wir stellen an die in den Genehmigungen genannte Anschrift zu – gegen Identitätsprüfung und Unterschrift. Eine abweichende Lieferadresse ist vorher zu klären.
Sagen Sie uns, ob der Empfänger privat oder gewerblich ist – und in welchem Garda-Bezirk er die Waffe führen wird. Davon hängt ab, welche Dienststelle zuständig war.
Grenzen
Was wir nicht befördern
Kriegswaffen und Kriegsmaterial befördern wir nicht – weder nach Irland noch sonst wohin.
Kriegsmaterial ist auch in Irland einem gesonderten, hoheitlich genehmigten Verfahren vorbehalten; in Deutschland gilt dafür das Kriegswaffenkontrollgesetz. Wir bieten das nicht an – auch nicht auf Anfrage.
Munition befördern wir nicht nach Irland.
Munitionssendungen führen wir ausschließlich innerhalb Deutschlands und Österreichs sowie zwischen beiden Ländern aus. Waffen transportieren wir europaweit – bei Munition gelten strengere Einfuhr- und Gefahrgutvorschriften, deshalb ist der Versand auf diese beiden Länder beschränkt.
Leistung
Was wir übernehmen
- Prüfung der vorgelegten Unterlagen auf Vollständigkeit und erkennbare Fristabläufe
- Vorbereitung und Mitführung der Begleitdokumente
- Verpackung nach den Anforderungen für grenzüberschreitende Waffentransporte
- Abholung bei Ihnen und Zustellung an die nach irischem Recht zulässige Stelle
- Sendungsverfolgung über den gesamten Weg
Was wir nicht übernehmen:
- die Beantragung der Genehmigungen – sie muss vom Versender bzw. Empfänger ausgehen
- die rechtliche Bewertung erteilter Genehmigungen; das obliegt den Behörden
- eine Aussage darüber, ob eine Erlaubnis im Einzelfall erteilt werden wird
Keine Rechtsberatung. Diese Seite beschreibt den Transportweg und die üblichen Anforderungen. Sie ersetzt weder die Auskunft der zuständigen Behörde noch eine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Entscheidungen der irischen Behörde und Ihrer deutschen Waffenbehörde. Stand: 08/2026.
Häufige Fragen
Waffentransport nach Irland – Ihre Fragen
Reicht der Europäische Feuerwaffenpass?
Nein. Er gilt für Reisende, die ihre Waffe selbst mitführen. Für den Versand ersetzt er weder das Certificate noch die Article-7-Genehmigung.
Mein Empfänger hat ein Firearms Certificate – genügt das?
Für den Besitz ja. Für die Einfuhr aus einem EU-Staat braucht er bei Kategorie-B-Waffen zusätzlich die Article-7-Genehmigung.
Wie lange gilt das Certificate?
Drei Jahre. Die Gebühr beträgt 80 €, unabhängig von der Art der Waffe.
Kann ich Munition mitschicken?
Nein. Munition befördern wir ausschließlich innerhalb Deutschlands und Österreichs sowie zwischen beiden Ländern. In Irland wäre sie zudem nur in der auf dem Certificate genannten Menge zulässig.
Was ist, wenn Irland die Annahme verweigert?
Dann fährt die Waffe nicht einfach zurück. Auch die Rückverbringung ist erlaubnispflichtig. Deshalb prüfen wir die Unterlagen vor der Abholung.
Was ist bei Erbschaft oder Umzug?
Dafür gelten gesonderte Regelungen. Sprechen Sie uns an, bevor Sie etwas veranlassen.
Sendung nach Irland vorbereiten
Für Ihre Anfrage brauchen wir:
- ✓ Firearms Certificate des Empfängers – mit Restlaufzeit
- ✓ Article-7-Genehmigung für die Einfuhr aus der EU
- ✓ Wer verkauft an wen – privat oder gewerblich, auf beiden Seiten
- ✓ Anzahl und Art der Waffen
- ✓ Abhol- und Zustellort
Damit sagen wir Ihnen, was noch fehlt – bevor Sie Zeit verlieren.
Genehmigungen liegen vor? Dann können Sie den Preis für Ihre Sendung direkt berechnen und buchen. Noch offen? Schreiben Sie uns – wir sagen Ihnen, was fehlt.
Preis
Was der Transport nach Irland kostet
Waffentransport nach Irland ab 144,79 € – Endpreis inklusive 19 % Mehrwertsteuer und Treibstoffzuschlag, für Sendungen bis 5 kg Frachtgewicht und mit Transportversicherung bis 500,00 €, bei Zustellung an eine Behörde oder einen Waffenhändler.
So setzt sich der Preis zusammen: Grundentgelt 125,90 € zuzüglich Treibstoff- und Energiezuschlag von derzeit 15,00 % (18,89 €) – zusammen 144,79 €. Ändert sich der Zuschlag, ändert sich der Endpreis.
Abgeholt wird Montag bis Freitag. Was den Preis verändert – Mehrgewicht, Zustellung an Privatpersonen, höhere Versicherungssummen, Sperrgut, festes Abholfenster – steht vollständig in der Preisübersicht aller Zielländer. Den genauen Betrag für Ihre Sendung nennt Ihnen der Rechner.