Waffentransport nach Portugal
Wir befördern Waffen nach Portugal, sobald die Genehmigungen vorliegen. Portugal gliedert feiner als die meisten EU-Staaten – in acht Klassen – und entscheidet zentral.
Ablauf
So läuft es – in dieser Reihenfolge
Der portugiesische Teil führt nicht über eine örtliche Dienststelle, sondern über die Spitze der Sicherheitspolizei: Der Erwerb der wichtigsten Klassen bedarf der Genehmigung des nationalen PSP-Direktors.
Der Empfänger fängt an, nicht der Versender.
- Der Empfänger weist seine licença nach – die Lizenz richtet sich nach den Klassen, die er führen darf (siehe unten).
- Er holt die vorherige Erwerbsgenehmigung – für Waffen der Klassen B und C wird sie vom nationalen Direktor der Polícia de Segurança Pública (PSP) erteilt.
- Der Versender beantragt die deutsche Verbringungserlaubnis – sie wird nach § 29 Abs. 2 WaffG nur erteilt, wenn die portugiesische Zustimmung vorliegt.
- Wir prüfen die Unterlagen, holen ab und stellen zu.
Das ist keine Auslegungsfrage. § 29 Abs. 2 WaffG: Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn „der andere Mitgliedstaat das Verbringen erlaubt hat oder der Antragsteller glaubhaft gemacht hat, dass nach dem Recht des anderen Mitgliedstaates keine solche Erlaubnis erforderlich ist.“
Achten Sie auf die Restlaufzeit der Lizenz. Sie gilt fünf Jahre und hängt an laufenden Pflichten – regelmäßigem Training am Schießstand und einem vierstündigen Kurs. Die Verlängerung ist 60 Tage vor Ablauf anzustoßen; wer das versäumt, steht ohne Berechtigung da.
Ob Sie privat oder gewerblich versenden, spielt für diesen Ablauf keine Rolle – die Verbringungserlaubnis brauchen beide.
Einstufung
Die portugiesischen Waffenklassen
Das portugiesische Waffengesetz (Lei n.º 5/2006) teilt feiner ein als das deutsche – nach Gefährlichkeit, Bestimmung und Verwendung:
| Klasse | Was gilt |
|---|---|
| A | verboten. |
| B und B1 | erlaubnispflichtig. Der Erwerb der Klasse B bedarf der vorherigen Genehmigung des nationalen PSP-Direktors. |
| C | erlaubnispflichtig; auch hier ist die vorherige Genehmigung des nationalen PSP-Direktors erforderlich. |
| D | erlaubnispflichtig, mit eigener Lizenz. |
| E, F, G | weitere Klassen mit je eigenen Voraussetzungen – darunter Waffen, die nur mit besonderer Lizenz geführt werden dürfen. |
Die Lizenz sagt, welche Klassen Ihr Empfänger führen darf. Eine Lizenz C deckt die Klassen C, D und E ab, eine Lizenz E nur die Klasse E. Fragen Sie nach dem Lizenztyp, nicht nur danach, ob eine Lizenz vorliegt.
Die deutsche und die portugiesische Einstufung sind nicht deckungsgleich. Maßgeblich ist das portugiesische Recht. Was hier erlaubnisfrei ist, kann dort in eine lizenzpflichtige Klasse fallen.
Zeitplanung
Womit Sie rechnen müssen
Weil die Erwerbsgenehmigung zentral erteilt wird, hängt der Zeitplan nicht an der örtlichen Dienststelle, sondern an der nationalen Direktion der PSP.
Planen Sie den Versand erst, wenn die Genehmigung vorliegt – nicht ab Antragstellung.
Prüfen Sie die Lizenzlaufzeit: Fünf Jahre, gebunden an Trainingsnachweise, mit einer Verlängerungsfrist von 60 Tagen vor Ablauf.
Zustellung
Wohin wir zustellen
Wir stellen an die in den Genehmigungen genannte Anschrift zu – gegen Identitätsprüfung und Unterschrift. Eine abweichende Lieferadresse ist vorher zu klären.
Nennen Sie uns Lizenztyp und Waffenklasse. Beides zusammen sagt, ob der Erwerb gedeckt ist.
Grenzen
Was wir nicht befördern
Kriegswaffen und Kriegsmaterial befördern wir nicht – weder nach Portugal noch sonst wohin.
Kriegsmaterial ist auch in Portugal einem gesonderten, hoheitlich genehmigten Verfahren vorbehalten; in Deutschland gilt dafür das Kriegswaffenkontrollgesetz. Wir bieten das nicht an – auch nicht auf Anfrage.
Munition befördern wir nicht nach Portugal.
Munitionssendungen führen wir ausschließlich innerhalb Deutschlands und Österreichs sowie zwischen beiden Ländern aus. Waffen transportieren wir europaweit – bei Munition gelten strengere Einfuhr- und Gefahrgutvorschriften, deshalb ist der Versand auf diese beiden Länder beschränkt.
Leistung
Was wir übernehmen
- Orientierung, welche Papiere für diesen Weg üblicherweise verlangt werden – und ein Blick darauf, was davon vorliegt
- Mitführung der Begleitdokumente, die Sie uns mitgeben
- Getrennter Versand der Packstücke – eigene Sendungsnummer, eigener Lauf, damit zusammengehörende Teile nicht gemeinsam abhandenkommen können
- Abholung bei Ihnen und Zustellung an die nach portugiesischem Recht zulässige Stelle
- Sendungsverfolgung über den gesamten Weg
Was wir nicht übernehmen:
- das Verpacken – die Sendung muss fachgerecht und transportsicher verpackt bei uns eintreffen
- die Beantragung der Genehmigungen – sie muss vom Versender bzw. Empfänger ausgehen
- die rechtliche Bewertung erteilter Genehmigungen; das obliegt den Behörden
- eine Aussage darüber, ob eine Erlaubnis im Einzelfall erteilt werden wird
Keine Rechtsberatung. Diese Seite beschreibt den Transportweg und die üblichen Anforderungen. Sie ersetzt weder die Auskunft der zuständigen Behörde noch eine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Entscheidungen der portugiesischen Behörde und Ihrer deutschen Waffenbehörde. Stand: 08/2026.
Häufige Fragen
Waffentransport nach Portugal – Ihre Fragen
Reicht der Europäische Feuerwaffenpass?
Wer genehmigt den Erwerb in Portugal?
Wie lange gilt die Lizenz?
Kann ich Munition mitschicken?
Was ist, wenn Portugal die Annahme verweigert?
Was ist bei Erbschaft oder Umzug?
Sendung nach Portugal vorbereiten
Was wir brauchen
- Lizenztyp des Empfängers und die Restlaufzeit
- Klasse der Waffe nach portugiesischem Recht
- vorherige Erwerbsgenehmigung der PSP
- Wer verkauft an wen – privat oder gewerblich, auf beiden Seiten
- Anzahl der Waffen, Abhol- und Zustellort
Damit sagen wir Ihnen, was noch fehlt – bevor Sie Zeit verlieren.
Verpackungspflicht
Verpacken müssen Sie selbst. Wir befördern – wir verpacken nicht. Die Sendung muss fachgerecht und transportsicher verpackt bei uns eintreffen: Waffen zerlegt, nicht schussfähig und auf mindestens zwei Packstücke verteilt.
Wie es weitergeht
Genehmigungen liegen vor? Dann können Sie den Preis für Ihre Sendung direkt berechnen und buchen. Noch offen? Laden Sie Ihre Unterlagen in die Vorabprüfung – ohne Anmeldung, das Ergebnis steht meist nach ein bis zwei Minuten. Lieber persönlich? Schreiben Sie uns.
Preis
Was der Transport nach Portugal kostet
Waffentransport nach Portugal ab 208,04 € – Endpreis inklusive 19 % Mehrwertsteuer und Treibstoffzuschlag, für Sendungen bis 5 kg Frachtgewicht und mit Transportversicherung bis 500,00 €, bei Zustellung an eine Behörde oder einen Waffenhändler.
So setzt sich der Preis zusammen: Grundentgelt 180,90 € zuzüglich Treibstoff- und Energiezuschlag von derzeit 15,00 % (27,14 €) – zusammen 208,04 €. Ändert sich der Zuschlag, ändert sich der Endpreis.
Abgeholt wird Montag bis Freitag. Was den Preis verändert – Mehrgewicht, Zustellung an Privatpersonen, höhere Versicherungssummen, Sperrgut, festes Abholfenster – steht vollständig in der Preisübersicht aller Zielländer. Den genauen Betrag für Ihre Sendung nennt Ihnen der Rechner.
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